Geht es nun doch weiter mit der Förderung für Effizienzhäuser?

Geht es nun doch weiter mit der Förderung für Effizienzhäuser?

Nachdem am 24. Januar diesen Jahres die Bundesregierung eine Vollbremsung bei den KfW-Effizienzhäuser hingelegt und eine kompletten Antragsstopp verhängt hat, legten sich in den folgenden Tagen die Pulverdampf. Erwartungsgemäß liefen verschiedene Lobbyorganisationen Sturm gegen diesen Schritt – und dies nicht erfolglos. Was ist in der Zwischenzeit geschehen?

Bis zum Förderstopp eingereichte Anträge werden (wohl) noch bearbeitet

Wer vor dem 24.01. einen Antrag auf KfW-Förderung für ein Effizienzhaus eingereicht hat, wird aller Voraussicht nach noch die beantragten Fördermittel erhalten. Gemäß den – noch inoffiziellen – Verlautbarungen sollen die Anträge noch vollständig abgearbeitet und die beantragten Beträge bewilligt werden. Da im Falle eines Zuschusses lediglich die Bestätigung zum Antrag (BzA) im KfW-Onlineportal hinterlegt werden musste und daraufhin dann in der gleichen Onlinesitzung die Bewilligung erklärt wurde, betrifft die Sonderregelung damit de facto nur die Antragsteller, welche sich für die Darlehensvariante entschieden haben. Wer sich hingegen für die Zuschussvariante entschieden und die BzA noch nicht eingereicht hatte, kann von dieser Lösung nicht mehr profitieren.

„Tagesschau.de“ berichtet über Fortsetzung der Förderung für Effizienzhäuser 40

Auf Tagesschau.de erschien am 01. Februar darüber hinaus ein Bereicht, demzufolge auch die Förderung für Effizienzhäuser 40 fortgesetzt werden solle – und zwar bis zum 31.12.2022 und maximiert auf eine Gesamtsumme von 1 Mrd. EUR. Doch wer hier auf eine genauso schnelle wie pragmatische Lösung gehofft hat wie für die bis zum 24.01. eingereichten Anträge, wird enttäuscht. Denn offensichtlich besteht noch Beratungsbedarf zwischen den beteiligten Ministerien. Doch alleine schon diese Überlegungen und Gespräche zeigen sehr deutlich auf: Nach der Vollbremsung Ende Januar wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit doch noch kurzfristig eine Lösung geben.

Es gilt, schnell zu sein

Die Ereignisse der letzten 2 Wochen haben gezeigt, dass die Politik unberechenbar sein kann. Daher sollten Bauherrenfamilien auch bei einer Wiederaufnahme der Förderung dies Subvention nicht als „gesetzt“ ansehen. Der beste Weg, an die Mittel zu kommen, besteht nunmehr darin, wirklich schnell zu sein. Wir skizzieren hier den Erfolg versprechenden Weg zum Fördertopf auf:

  • Nutzen Sie die Zeit, Ihre Planung final abzuschließen, den Leistungsumfang für Ihr Effizienhaus 40/40EE/40NH oder 40Plus festzulegen und die Verhandlungen mit uns oder dem Anbieter Ihrer Wahl abzuschließen.
  • Erteilen Sie sodann alsbald den Auftrag über die Errichtung Ihres Effizienzhauses. Achten Sie dabei darauf, dass im Auftrag das KfW-Beiblatt „Aufschiebende Bedingtheit der Bauleistungen“ enthalten ist. Dieses Formular sicher Bauherren gleich in mehrfacher Hinsicht ab:
    • Hinsichtlich der Bauleistungen gilt der Vertrag als noch nicht abgeschlossen, so dass der Anbieter zwar Planungsleistungen erbringen kann (unerlässlich für die Ausstellung der BzA), aber dies nicht zum Verwirken des Förderanspruchs führt.
    • Sollte eine Förderung sodann doch nicht gewährt werden, können Bauherren kostenfrei vom Auftrag zurücktreten.
  • Hanse Haus (oder der Anbieter Ihrer Wahl) erstellt die Bestätigung zum Antrag (BzA)
  • Sobald die Förderung wieder zur Verfügung steht, beantragen Sie im KfW-Onlineportal den Zuschuss
  • Danach wird der Auftrag „scharf geschaltet“.

Im schlimmsten Fall kann sich also herausstellen, dass die geplante Subvention doch nicht gewährt wird und alle Mühen vergeblich waren. Doch dieses Risiko gilt es einzugehen. Sobald die 1 Mrd EUR aufgebraucht sind oder der 31.12. verstrichen ist, werden die Karten vollständig neu gemischt. Aktuelle Überlegungen bestätigen unsere Vermutung: Dass nämlich künftig der komplette CO2-Fußabdruck eines Hauses über den gesamten Lebenszyklus (und somit sein negativer Einfluss auf die Umwelt) betrachtet wird. Es geht also nicht nur um Energieeffizienz, auch der Nachhaltigkeitsgedanke wird hier eine gewichtige Rolle spielen. Wie sich dies auf die Baupreise auswirken wird, lässt sich an 3 Fingern abzählen.

Quelle: Tagesschau.de

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