Die Photovoltaik im Einfamilienhaus

Seit mittlerweile einem Jahrzehnt zählen Photovoltaikmodule auf den Dächern von Einfamilienhäusern gerade in Neubaugebieten zum täglichen Erscheinungsbild. Doch das Nutzungsszenario hat sich in dieser Zeit geändert. Denn während es sich zu Beginn des Jahrtausends lohnte, den erzeugten Strom an den örtlichen Energieversorger zu verkaufen, steht nun die Eigennutzung klar im Vordergrund. Noch im Jahr 2005 erhielt der Anlagenbetreiber eine Vergütung in Höhe von 54,53 Cent je kWh. Diese ist auf nunmehr 7,58 Cent im Jahr 2021 abgesunken. Damit liegt sie – anders als 2005 – deutlich unter den Bezugspreise von Netzstrom und macht die Einspeisung unattraktiv. Doch wie funktioniert der Betrieb einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach, welche Förderung kann ich als Bauherrenfamilie erwarten und lohnt sich die Investition?

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Die neue BEG-Förderung – es kommt Licht ins Dunkel

Wie bereits an anderer Stelle geschrieben, ordnen KfW und BAFA die Bundesförderung für energieeffiziente Wohngebäude (BEG) neu. Zum 01. Juli treten die neuen Bedingungen in Kraft. Grob gesagt werden diese in etwa auf dem Niveau der Bundesförderung vor dem 01.01.2021 liegen. Da jedoch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zum 31.12.2020 die Förderung für den Einbau energieeffizienter Wärmepumpen eingestellt hat, ergab sich bisher für das erste Halbjahr 2021 ein „Förderloch“: Es können aktuell nur Anträge auf Förderung im Rahmen der KfW-Programme 153 und 431 gestellt werden, was Bauherren ca. 10.000 EUR schlechter stellt als ab dem 01. Juli.

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Sprechen wir über Ökologie

Gelegentlich schauen sich Interessenten in unserer Baubeschreibung den Wandaufbau an und rümpfen die Nase: „Hanse Haus verbaut ja Styropor, das brennt doch“. Vorab: Nein, Styropor (oder wie es richtig heißt EPS) brennt nicht – nachweislich! Und bei Hanse Haus verwenden wir mit dem Dämm-Material „Neopor“ auch eine ganz besondere Form des EPS. Dieser Dämmstoff besteht zu 98% aus reiner Luft. Der Grundstoff ist ein einfacher Kohlenwasserstoff, der auch als Aromastoff in Nüssen oder Weintrauben vorkommt. Dieser Kohlenwasserstoff heißt „Styrol“. Durch den Zusatz von Pentan (welches übrigens bei ganz natürlich Gärprozessen entsteht und das keine Auswirkungen auf die Ozonschicht hat, da es bereits in niederen Luftschichten wieder zerfällt) wird aus Styrol Polystyrol (EPS). Und genau das findet man unter anderem auch in Stillkissen, Sitzsäcken oder Vakuum-Matratzen aus dem Medizinbereich.

Heute werden die Rohstoffe natürlich nicht mehr aus Baumharzen und Früchten gewonnen, sondern aus der Pyrolyse von Erdöl. Die Ökobilanz ist hier übrigens sehr eindeutig: Auch wenn der Grundstoff so genannte „graue Energie“ ist, so wird beim Einsatz als Wärmedämmung innerhalb von nur 1-2 Jahren mehr Energie eingespart als für die gesamte Gewinnung, Herstellung und das vorweggenommene Recycling benötigt wird! Und apropos Recycling: Das EPS lässt sich durch moderne Maschinen im Wasserbad trennen. Die einfache chemische Verbindung ermöglich es, altes EPS wieder zu 100 % als Stoffrecycling zu erhalten.

Übrigens ergeben nur 1 Liter EPS Rohmaterial 50 Liter EPS!

….aber wie ist es denn mit der Brennbarkeit?

Damit das EPS sich nicht entzünden kann, wird bei der Herstellung des Rohmaterials 1-2 % eines polymeren Flammschutzmittels (z. B. Aluminium- oder Magnesiumhydroxid) beigemischt. Und wenn wir dann zur Konkurrenz schielen, die doch die vermeintlich ökologischen Baustoffe wie Zellulose oder Holzfaserdämmstoffplatten einsetzen: Hier kommt genau das gleiche Mittel zum Einsatz! Dies ist insbesondere unter dem Aspekt „spannend“, als dass diese Anbieter gerne wider besseren Wissens auf die vermeintlich ach so unökologische Wand von Hanse Haus zeigen. Nicht gelöst ist bei Dämmstoffen wie Zellulose oder Holzfasern jedoch die logischerweise weiterhin hohe Aufnahmefähigkeit des Dämmstoffes von Feuchtigkeit!

Wenn es um Ökologie geht, sollten wir auch den erforderlichen Materialeinsatz im Auge behalten

Verfolgen wir also den Vergleich mit der oben genannten Holzfaserdämmstoffplatte weiter:

Ein Kubikmeter Neopor hat ein Gewicht von lediglich 30 kg. Eine Holzfaserdämmstoffplatte hingegen benötigt für vergleichbare Dämmwerte mehr als das zehnfache an Material, also etwa 300 kg je m³. Dieses Material muss aus dem Rohstoff Holz gewonnen werden, dann werden Harze und Flammschutzmittel zugemischt und schließlich zur Holzfaserplatte verpresst werden. Und nun rechnen wir einmal: Ein Haustyp Variant 35-154 benötigt bei einer angenommenen Dämmstoffstärke von 15 cm ca. 45 m³ Dämmstoff. Setzen wir auf Neopor, benötigen wir ca. 1,35 Tonnen Dämmmaterial – bei Holzfaserdämmstoffen ca. 13,5 Tonnen. Und diese Materialien müssen nicht nur gewonnen, sondern auch transportiert werden!

Und das Offensichtliche?

Ja, die meisten Imker nutzen EPS als Beute für ihre Bienenvölker – und dies seit Jahrzehnten!

Wieviel Wasser ist eigentlich in einem Neubau?

Am einfachsten funktioniert dieses „Herausheizen“ bei Estrich. Denn jede moderne Heizung verfügt über ein Estrichaufheizprogramm. Wird das Haus über eine Fußbodenheizung beheizt, kann so über die Heizschlangen eine starke Erwärmung erfolgen und die Feuchtigkeit wird an die Raumluft abgegeben. Regelmäßiges Stoßlüften führt dann dazu, dass die so genannte „Belagreife“ nach ca. 4 bis 6 Wochen gegeben ist. Erst dann kann weiter gebaut werden.

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Das KfW-Effizienzhausdarlehen

Das KfW-Effizienzhaus

In Deutschland dürfen Sie ein Haus dann errichten, wenn das geplante Haus energetisch den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) entspricht. Aktuell gültig ist die EnEV 2014 in der Novellierung des Jahres 2016. Diese EnEV stellt wiederum die Basis für die so genannten “KfW-Effizienzhäuser” dar, die es in der Ausprägung Effizienzhaus 55 und Effizienzhaus 40 gibt.

Neben verschiedenen weiteren Vorschriften gilt für die Effizienhäuser folgende Regelung:

  1. Ein Effizienzhaus 55 liegt vor, wenn der Primärenergiebedarf des Hauses nicht mehr als 55 % des Referenzhausbedarfes gemäß EnEV 2014 (vor Novellierung) beträgt. Bezogen auf die Novellierung 2016 heißt das, dass der Primärenergiebedarf ca. 73,3 % des erlaubten Referenzhausbedarfs nicht überschreiten darf.

  2. Analog dieser Regelung liegt ein Effizienhaus 40 vor, wenn dessen Primärenergiebedarf 53,3 % des erlaubten Referenzhausbedarfs nicht überschreitet.

Grob gesagt gilt also: Ein KfW-Effizienzhaus verursacht (meist) weniger Heizkosten als ein genehmigungsfähiges Haus nach der EnEV. Damit dürfte klar sein: Um ein KfW-Effizienzhaus zu bauen, sind gegenüber einem Haus nach der EnEV höhere Investitionen (z. B. in eine bessere Dämmung und/oder eine andere, effizientere Heiztechnik). Wie hoch diese Mehrinvestitionen ausfallen, hängt stark vom jeweiligen Hausanbieter ab. Sie können zwischen “nahezu Null” und mehreren zehntausend Euro betragen.

Bei Hanse Haus liegen die Aufwendungen für ein Effizienzhaus 55 in der Regel zwischen 3.000 und 4.000 EUR. Für ein Effizienzhaus 40 entstehen Mehrkosten von nochmals ca. 4.000 EUR.

Das KfW-Effizienzhausdarlehen

Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt Bauherren selbstgenutzter Häuser ein Darlehen in Höhe der Herstellungskosten, maximal jedoch 100.000 EUR. Der Zinssatz hängt dabei von der vereinbarten Laufzeit (zwischen 10 Jahren und 30 Jahren) und der vereinbarten Zinsbindung (zwischen 5 Jahren und 10 Jahren) ab. Je länger Laufzeit und Zinsbindung, desto höher der Zinssatz. Aktuell liegt der Zinssatz bei 0,9 % nominal bei 30 Jahren Laufzeit und 10 Jahren Zinsbindung (Stand 15.03.2019 – anfänglicher effektiver Jahreszins 0,9 %).

Lohnt sich das Darlehen dann überhaupt, wenn ich z. B. für ein Effizienzhaus 40 insgesamt 8.000 EUR mehr investieren muss? Die Antwort lautet “ja”, denn es gibt ja noch den Tilgungszuschuss!

Der Tilgungszuschuss

Der Tilgungszuschuss macht das Effizienzhausdarlehen erst attraktiv. Denn wer ein KfW Effizienzhaus 55 baut, erhält einen Zuschuss von 5.000 EUR. Bei einem Effizienzhaus 40 beträgt er sogar 10.000 EUR. Dieser Zuschuss wird nach Übergabe des Hauses und Bestätigung durch Hanse Haus von der KfW auf Ihr Darlehenskonto “eingezahlt”. Dadurch verringert sich die Restschuld um die Höhe des Zuschusses.

Wenn wir uns nun vorstellen, dass wir z. B. ein Hanse Haus Variant 35-154 als KfW-40-Haus bauen, dann investieren Sie zum Erreichen dieses Förderstandards 8.000 EUR zusätzlich. Diesem Betrag steht ein Tilgungszuschuss in Höhe von 10.000 EUR gegenüber. Trotz Mehrinvestition erzielen Sie hier sogar einen kleinen “Gewinn” bei gleichzeitig attraktiven Zinsen, was den effektiven Jahreszins noch einmal reduziert. Positiver Nebeneffekt: Durch die nochmals bessere Wärmedämmung und Haustechnik fallen natürlich auch Ihre Heizkosten etwas niedriger aus.

Das Bonbon: Die Förderung nach Programm 431

Wer ein KfW-Effizienzhausdarlehen in Anspruch nimmt, kann darüber hinaus eine einmalige Förderung aus dem Programm 431 in Höhe von bis zu 4.000 EUR in Anspruch nehmen. Mit dieser Förderung beteiligt sich die KfW an den Mehraufwendungen für die Qualitätssicherung und Gebäudeenergieberatung rund um Ihr KfW-Effizienzhaus. Natürlich sind diese Leistungen bei Hanse Haus bereits im Leistungsumfang enthalten, so dass Ihnen keine zusätzlichen Kosten entstehen. Die effektive Förderung für Ihr KfW-Effizienhaus liegt zwischen ca. 3.500 EUR und 4.000 EUR und wird Ihnen nach Übergabe des Hauses und Bestätigung an die KfW von dieser direkt auf ihr Konto überwiesen.